›person‹
Ja, ich heiße wirklich Agapi. Meine Mutter hat mir diesen Namen gegeben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich mich mit ihm angefreundet. Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen Theologie studiert haben und wissen, dass Agapi ›die göttliche Nächstenliebe‹ bedeutet. Mittlerweile kann ich es nehmen, wenn mir Menschen voller Freude erklären müssen, was sich hinter meinem Namen verbirgt. Und dass ich durch diesen Namen eine Macke bekam, sehe ich heute als Geschenk. Mich kannte jeder als ›die mit dem komischen Namen‹ und so ließ ich – seit ich denken kann – meinen Nachnamen weg. Agapi reichte vollkommen aus.

Später fühlte ich mich nicht mehr zu meiner Familie hingezogen – ich empfand nur Schmerz, wenn ich an sie dachte und so entschied ich irgendwann, dass ich keinen Nachnamen mehr hatte. Wenn das keine Macke ist!

Im Jahr 2000 gründete ich meine Design-Agentur und nannte sie AGAPI und da hatte ich den Salat. Mit 30 wurde mir endlich klar, wie stark mich der Name mit seiner Mega-Bedeutung im Griff hatte. Doch jetzt konnte ich ihn nicht mehr ändern. Dank meiner Macke war mein Name derweil auch zu einer Marke geworden. Wofür andere viel Geld bezahlten, hatte ich durch meine Macke unbeabsichtigt erreicht. Ich begann, mich mit meiner Macken-Marke anzufreunden und wachse bis heute in die Bedeutung meines Namens hinein.

Ab und an nutze ich ›Pur‹ als Nachnamen, weil man manchmal einen braucht.
›Agapi Pur‹ ist quasi mein voller Name.

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