Agapi gelingt es, den Leser mit ihrer unprätentiösen Selbstironie so in den Bann zu ziehen, dass er sich irgendwann, ohne es zu merken, leichtfüßig auf dem Weg zu sich selbst befindet. Dabei spricht sie nur rotzig-ehrlich aus, was sie bewegt, was sie nicht kann und was sie im Prozess gerade lernt. Wunderschön naiv, humorvoll, verwundbar und mit einer beherzten unfrivolen Nacktheit, die berührt und von der man am liebsten mehr haben möchte.

Dabei überwindet Agapi lediglich ihre Angst vor der Scham, betrachtet sie nicht mehr als Feind, und beginnt den Prozess ihrer Selbstfindung. Liebevoll tastet sie sich ab. Sie erforscht ihre Verkorkstheit und lässt ihre Leser damit zwangsläufig mitfühlen und auch mitleiden.

Sie entblößt sich, durchlebt ihre wunden Punkte mit uns und berührt uns dadurch bis ins Innerste. Ganz beiläufig. Sie lernt, sich selbst anzunehmen und macht sich auf die Suche nach dem, was lebendig in ihr ist. Agapi nimmt uns an die Hand und führt uns durch ihre humorvolle Sicht auf sich selbst in unser eigenes, tief vergrabenes Sein.

Knud


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