Agapi … weiblich … 1972 in Hamburg geboren … mit Rado verheiratet …
… als zweites von zwei Kindern wuchs ich in meinen ersten Kinderjahren auf dem Land in der Nähe von Hamburg auf. Elfjährig wurde ich umgezogen und lebte mit meiner Familie fortan in der Nähe von Frankfurt – wieder auf dem Land. Mein Vater machte Karriere und da meine Mutter sich „nur” als Frau von einem Mann langweilte, wurde unser Haus für Pflegekinder geöffnet. Ich erhielt Einblick in viele unterschiedliche Kinderschicksale und sozial herausgeforderte Familien.

Die Schulzeit auf der Waldorfschule genoss ich. Direkt nach dem Abitur zog ich nach Hamburg zurück, machte mich als Fotoassistentin für Werbefotografie selbstständig und begann nebenbei Kommunikationsdesign zu studieren. Ich arbeitete in einer großen Werbeagentur sowie in einer kleinen Designagentur, in der ich 1996 eine Festanstellung annahm. Im Jahr 2000 absolvierte ich das Studium und gründete im selben Jahr die Agentur AGAPI dialog. konzept. design.

Ich liebe es nachzufragen, zu hinterfragen und zu durchleuchten sowie zu erforschen, zu bewegen und umzusetzen. Vielen Unternehmen und sozialen Organisationen durfte und darf ich beim Erkennen ihrer tatsächlichen Erscheinung und beim Finden einer stimmigen Corporate-Identity unterstützen. Beim Durchschreiten daraus resultierender Veränderungsprozesse begleite ich auch gerne. Zu meinen Erfolgen gehört die Fundraising-Kampagne Paten für Straßenkids, die ich 2001 gemeinsam mit dem Verein basis&woge ins Leben gerufen habe und für die ich unter anderem den kleinen Straßenköter Kalle entwickelt habe. Das Maskottchen der Spendenaktion ist immer noch lebendig und seit ihrem Start erwirtschaftet die Kampagne jenes Geld, welches dem Verein die Projektarbeit sichert.

Nach dem 10-jährigen Agentur-Jubiläum verspürte ich den Wunsch, mich auch anderen Aufgaben zuzuwenden und gab 2012 die Agentur in die Hände einer Mitarbeiterin.

Ich begann mit dem Schreiben und veröffentlichte in meinem Blog handeln ist gold beherzte Texte über meinen inneren Wandel. Eine Auszeit in Neuseeland, die ich mir gemeinsam mit meinem Mann gönnte, half mir, mich auf mich zu besinnen. Es fiel mir schwer, die Stille der Natur zu ertragen. Zweifel holten mich ein. Dennoch folgte ich dem zarten Ruf meines Jugendwunsches, einen Roman über meine verflixte Kindheit zu schreiben. Ich durchlebte während dieser Zeit eine Art Selbsttherapie. Am Ende war es, als platzte ein Knoten.

Gleichzeitig hatte ich die Vision, ein Dorf mit einer Lebens-Akademie zu gründen. Rado und ich besuchten verschiedene Gemeinschaften, recherchierten über mögliche und tatsächliche Probleme, sprachen mit Menschen über ihre Erfahrungen in der Gemeinschaftsbildung und entwickelten ein Konzept für eine produktive Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, die bezugnehmend aufeinander lebt und arbeitet. Im Mittelpunkt stand und steht für uns die biologische Landwirtschaft. 2013 zogen wir aufs Land, um zu schauen, ob uns das Leben ohne Stadt überhaupt bekäme.

2014 gründeten wir die Manufaktur GUTDING echt. ehrlich. elementar um Lebensmittel in Bio-Qualität herzustellen und ich gab meiner Leidenschaft, Upcycling-Unikate und Kunst zu schaffen, Raum. Im selben Jahr fanden wir Menschen, denen unser Konzept zusagte und die sich vorstellen konnten, zentrale Elemente daraus mitzutragen.

Grundwerte wie Teilen, Helfen, Kooperieren, Solidarisieren, Respektieren und Wertschätzen möchten Rado und ich wieder aufgreifen und mit dem heutigen Verständnis von Freiheit verbinden. Mir ist es ein Anliegen, zu zeigen, dass mit dem nötigen Humor und reichlich Freude am Sich-entwickeln, eine andere Form des Miteinanders gelingen kann. Die Manufaktur GUTDING könnte zu einer wirtschaftlichen Basis für die Bewohner werden, so wie es der Hof jetzt schon ist.

Rado und ich sind dankbar für den Wandel und schätzen uns glücklich, mit unserer Manufaktur GUTDING erfolgreich die Pasteten, Dips und Brotaufstriche in ganz Deutschland und der Schweiz zu vertreiben. Hier kannst Du Dir unseren Film anschauen, der uns beim Herstellen der Aufstriche zeigt und in Neverstaven.

Ende 2018 vollendete ich meinen autobiografischen Roman

dem ich gerade mit meiner Lektorin den Feinschliff verleihe und den ich dann veröffentlichen möchte. Sehr glücklich darüber, dass es mir nach nunmehr vier Jahren wieder möglich ist, mich aus den laufenden Prozessen der Manufaktur zu lösen – Rado ist der Rezept-Geber und Koch, ich die Designerin und Verkäuferin –, widme ich mich in der kommenden Zeit wieder meinen Herzensprojekten:

Meinem Roman manchmaloft und der Akademie.

Im Juni starte ich mit den Wochenend-Workshops zum Thema Persönlichkeitsentwicklung – finde Dein ICH und erkenne Dein DU – was macht Dich innerlich glücklich? Im August und September wird es weitere Wochenend-Workshops geben.

In der Akademie möchte ich einen direkten Gedanken-Austausch im geschützten Raum und ehrlich-authentisch-nahbaren Kontakt anbieten.

Ein Anfang dafür ist die Tafelrunde.

Rado und ich laden seit Herbst 2018 zu uns nach Hause in die Gutsküche des Herrenhauses Neverstaven ein.

Jeden 1. Sonntag im Monat findet bei uns ein GUTDING-Abendbrot statt, bei dem Du uns beide kennenlernen kannst und bei dem es um einen beherzten Austausch geht. Ganz nebenbei.