LAPPALIÖSE BEZIEHUNGEN

AGAPI PUR - Gespräche mit Grund
AGAPI PUR - Gespräche mit Grund
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Rado und Agapi stehen vor den ganz großen Fragen des Daseins. Angefeuert wird das Ganze durch ihren Entschluss mit einer Gruppe von über einem Dutzend Menschen ein Experiment zu wagen. Eine Riesen-WG. Das kommt den beiden erstmal entgegen, denn sie müssen ihre Wohnung ohnehin demnächst auflösen und es ist ja auch nur eine Zwischenlösung. Das Dutzend will langfristig eine Gemeinschaft mit noch weiteren Menschen gründen.

Sie bewegen die Frage nach dem Sinn einer Gemeinschaft und Agapi wird konkret: Wie durchliebt sie die täglichen Reibungspunkte im zwischenmenschlichen Alltag – von knallenden Türen und nicht runtergeklappte Klodeckel? Für sie ist das enge Miteinander der ultimative Ort, um nachzureifen. Sie will Reibungen direkt ansprechen, statt sie zu verschweigen, und endlich aus alten Opferrollen aussteigen.

Wie tief dieses Durchlieben gehen kann, zeigt Agapi in einem zutiefst berührenden Durchbruch: Sie wagt den Schritt, gemeinsam mit ihrer Mutter – mit der sie 17 Jahre keinen Kontakt hatte – ihre schwer kranke Adoptiv-Schwester zu besuchen. Zwischen schmerzhafter Vergangenheit und der Unbeholfenheit im Hier und Jetzt entsteht plötzlich ein Raum, um weicher zu werden und über sich herauszuwachsen.

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