Agapis Adoptivschwester Mandy kam als Baby in ihre Familie. Sie vertrieb die grauen Wolken und wirft die Familie sechs Monate später in tiefe Trauer. Es kommen weitere Pflegekinder in die Familie und dann kehrt Mandy wieder zurück. Ihr Zustand ist schrecklich und nicht nur Agapi versuchte das Grausame was sie erleiden musste wieder gutzumachen – ein Nesthäkchen wächst heran. Während ihres Abiturs wächst die Überforderung ins unermessliche und so flieht Agapi über Nacht zurück nach Hamburg.
Mandy gerät auf die schiefe Bahn. Rettungsaktionen eskalieren und Agapi wendet sich vollends ab. Sie beginnt sich zu schützen. Jahre später erkennt sie erst ihre eigene Opferrolle und die stets präsente Ohnmacht, nichts tun zu können.
Agapi erzählt Rado von ihrem Besuch bei Mandy. Sie lebt mittlerweile in einer Einrichtung für Alkohol- und Drogenkranke. Sie kann nicht mehr sprechen, nicht mehr gehen und Agapi ist sich unsicher, ob sie sie überhaupt erkannt hat.
Rado hilft Agapi den Gefühls-Cocktail zu sortieren. Gemeinsam reflektieren sie, was es heißt Verantwortung zu übernehmen und was es Agapi heute ermöglich, sich Mandy wieder anzunähern. Sie hat Verantwortung für sich selbst übernommen und kennt nun ihre Grenzen. Es erlaubt ihr, Mandy wieder als normalen Menschen zu sehen, frei von Bewertung und Schuld, und sogar Freude an einem gemeinsamen Selfie zu finden.