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Agapis Adoptivschwester, die in einer Pflegeeinrichtung nur noch existiert, hat heute Geburtstag. Da Mandy nicht mehr gehen und sprechen kann, keine Zähne mehr im Mund hat und auch keine Bedürfnisse mehr äußern kann, hat Agapi sehr damit gerungen, ein passendes Geschenk zu finden. Rado empfindet Schenken als schwierig, da er die meisten Dinge eh nicht haben will. Diese Abneigung wurzelt tief in seiner Kindheit, denn an diesen festgelegten Tagen fühlte es sich für ihn eher wie ein Befehl an, glücklich sein zu müssen – von der Würdigung seiner Person hat er nichts gemerkt.
Dass Mandy ihre Bedürfnisse nicht mehr formulieren kann, führt zu einer tiefgehenden Diskussion über Verantwortung. Rado und Agapi fragen sich, ob man Verantwortung für jemanden übernehmen kann/soll, der nicht mehr für sich selbst sorgen kann. Rado warnt davor, aus dem eigenen Erleben heraus zu urteilen; da man nicht wisse, ob Mandy – die augenscheinlich nur noch Kuchen oder Rauchen als kleine Freuden hat – ihr Leben als lebens(un)wert empfindet.
Er möchte sich nicht anmaßen, zu entscheiden, was Mandy sich wünscht und was sie glücklich macht.
Agapi nimmt sich vor, ihre Wünsche für einen solch schrecklichen Zustand irgendwann auf ihre Arme und Hände zu tätowieren, damit sie nicht den ganzen Tag vor den Fernseher gesetzt wird.