Mittendrin

Hinterher bin ich immer schlauer. Hinterher fühle ich extremer und hinterher habe ich die Ruhe, mich zu sammeln und die Situation noch einmal durchzuspielen. Dann gelingt es mir zu Reflektieren und meine Anteile im Geschehenen zu erkennen. Mittendrin reagiere ich aus meinem Erfahrungs-Pot­pour­ri-Konstrukt heraus. Mittendrin fühle ich auch, sehr viel sogar, aber die Gefühle zischen an mir vorbei, wie die Kugeln beim Billiard, wenn der erste Stoß das ordentliche Kugel-Dreieck sprengt.

Diesmal ging es Mittendrin richtig in die Hose.

Eröffnung

Gestern hab ich mich sehr über mich selber erschrocken. Und ich möchte allem voran mein Bedauern äußern. Ich habe Euch vergessen. Es tut mir unendlich leid. Ich habe meinen Blog vollkommen vergessen. Und dadurch habe ich Euch vergessen zu informieren. Euch, die Ihr mir treu den Rücken stärkt. Ich bin voller Scham. Am liebsten würde ich jetzt jedem einzelnen von Euch in die Augen schauen können und sagen, wie sehr ich es bedaure, dass ich den Fokus nur auf Facebook und alle meine Mail-Kontakte gerichtet hatte.

voller Würde

Ja, ich weiß, es ist über ein Jahr her, seit ich hier etwas veröffendlicht habe. Manchmal hab ich geschaut, ob sich schon ein paar von Euch vvon mir abgewandt haben. Dann hab ich mich warm angezogen und die Tür von der Statistik geöffnet. Da kann ich sehen, wer sich alles meinen Dornröschenschlafenden Blog abboniert hat. Keine Angst, ich sehe maximal die Mailadresse, und wenn die auch noch kryptisch ist, dann muss ich mir eine Person zurecht-phantasieren.

PEACE

2010 ist bei mir der Groschen gefallen. Wenn ich etwas in der Welt verändern will, dann muss ich bei mir beginnen. Ich wandte mich also ab, von dem was ich vorher tat und versuchte mir auf den Grund zu gehen. Es dauerte bis ich mich wiederfand und mir meine Sehnsucht klar wurde, die ich bereits als Kind hatte. In mir brodelten tatsächlich Kindheits-Wünsche, die anders waren, als das, was mir bis dahin wichtig geworden war.

Oh, Frühling!

Sobald ich im Ansatz an Allem was ich angezettelt habe zweifle, kommt mir der penetrante Satz „Du hast es so gewollt!“ in den Sinn. Ja, ich wollte Wandel, hab den Mut an Tag gelegt, meinem Leben einen u-turn zu verpassen und stehe jetzt ganz glücklich im Leben …

Danke 2015

Es geschah einen Tag vor Heilig Abend. Rado und ich waren seit Wochen am wirbeln, damit unsere Wohnung auch wirklich bis zum heiligen Abend fertig werden würde. Da passierte es.

Dr. Doof

Jetzt ist es ein Jahr her, dass ich mit Rado nach Neverstaven gezogen bin. Warnsinn, ein Jahr ist es her … und die Wohnung ist noch immer nicht fertig! Aber es ist ein Ende beziehungsweise ein Anfang-des-Wohnens in Sicht. Die kommende Woche, also morgen, übermorgen und überübermorgen soll es soweit sein, das wir hinüber ziehen dürfen aus dem kruscheligen, über und über mit Dingen aufgefüllten und Baustaub-besetzten Westflügel in den frisch sanierten, sauberen Ostflügel … welch ein Wunder … mir fehlen die Worte.

glaub mir

Mein Straucheln hat noch kein richtiges Ende, aber es setzt sich öfters mal in den Sessel und betrachtet mich bei meinem Tun. Es hat was viel freundlicheres bekommen. Es unterhält sich an manchen Tagen mit mir. Gar liebevoll vom Sessel aus.

wachsen schmerzt

Mir fehlt gerade einfach die Zeit und die Kraft, um leichtfüßig-tiefsinnig geschwätzig zu sein. Ich würd so gerne, aber ich klemme fest und die Muse, die ich dafür bräuchte, hat sich schon seit längerem nicht mehr gemeldet.