Geschafft

Wir haben es geschafft. Rund 400 Gläser sind produziert. Einen lauten und großen Dank an die Herzens-Helferinnen! Mit ihnen konnten wir alle Hürden und Hindernisse als Herausforderungen betrachten und dabei sogar lachen. Sie haben so tatkräftig mit angepackt, dass ich mich die ganze Zeit geborgen fühlte und sicher, dass wir uns auf der Zielgeraden befinden.

Ein Tag noch

Mein Leib sagt „och nö!“, mein Geist „jetzt noch dies, dann das!“ und meine Seele grinst. Seit Tagen fühle ich mich wie eine Ameise, emsig, fleißig und rührig.

Was gutes dir die Götter bringen

Es ist gleich sechs, ich kann nicht mehr schlafen, mein Hirn arbeitet, es verdaut das erlebte, kaut auf dem gesprochenen herum und am liebsten würde ich mich weiter an die viele Arbeit setzen. Aber ich bin gar nicht im Hexenäuschen. Ich bin in Hamburg geblieben, weil ich heute auf einen Geburtstag eingeladen bin. Auf das Garten-Fest hab ich mich schon über zwei Monate freuen dürfen. Und es passte hier zu bleiben. Gestern mittag die Prüferin, abends zu meiner Freundin Ute und ihrer Familie, heute noch Schrank-Abgeben und am Nachmittag in den Garten zum feiern.

Hola die Waldfee

Unser Hexenhäuschen duftet nach Flieder, Maiglöckchen und Hasenglöckchen. Immer mehr Pflanzen recken und strecken sich gen Himmel. Es ist unglaublich, was die Natur alles bereit hält. Überall popt es aus dem Boden. Es quillt förmlich. Als wenn Mutter-Erde die Mähne wächst. Ich mach mir keine Sorge, wenn wir Menschen die Mutter Erde irgendwann so überstrapaziert haben, dass sie uns fortschickt oder wir uns ins aus gestoßen haben, dann berappelt sich die Natur bestimmt im Nu. Uns braucht hier niemand.

turbo

Die Ereignisse überschlagen sich. Es ist eindeutig Frühling. Die Zeit für Volle-Kraft-vorraus und Beiß-in-die-Welt-Baby. Fang ich bei den beruhigenden Dingen um mich herum an. Der Apfelbaum vorm Haus blüht und es ist ein Genuss ihm in die Augen zu sehen und eine Wasserratte saß gestern seelenruhig auf einer Insel im Weiher und knabbert an etwas leckerem. Ich durfte ihr sogar bis zu einem gewissen Grad zusehen und näher treten.

Mich beruhigt mein treiben in der Werkstatt und die Sattheit der Natur macht mich stark. Durch das frische Frühlings-voll-grün keimt in mir die Sicherheit, dass immer alles gut wird und die Angst vor dem Grusel-Aufkleber-Satz „Stell Dir vor es ist Frühling und die Bäume werden nicht grün“ ist komplett verschwunden – es ist sowas von grün um mich.

Im Frühtau

Das war vielleicht ein Oster-Wochenende. Ich bin bis oben hin voll mit Eindrücken. Es scheint mir, als würde ich sie noch immer verdaue.

Im Westen geht die Sonne auf

Die Bestellungen im Rucksack und im Roll-Köfferchen verstaut habe ich mich Donnerstag in die Hansestadt aufgemacht. Meine erste Station, Eimsbüttel. Gemeinsames Mittagessen und Übergabe unter-der-Hand bei einem Italiener. Aufregend war es und die leuchtenden Augen derjenigen, die die GUTDING-Produkte wie Schmauch, Ungar, Schnucki und Raffke in Händen nehmen haben eine bestärkende Wirkung auf mich.

rosarot

Gestern war ich den ganzen Tag im Garten, nach dem ich mit einem durchdringenden Bibber-Blues aufgewacht bin. Das es mir schon mal geglückt ist ein Unternehmen zu gründen und es auch erfolgreich übers 10-jährige-Jubiläum gebracht zu haben, erreicht mich in solchen Momenten nicht mehr. Dann ist alles, was ich bisher erreicht habe futsch. Die die erfolg hatte oder geliebt wird, weil sie so ist wie sie ist, dass bin dann nicht ich, das war oder ist dann eine Andere. Eine, zu der ich schon immer hochgeschaut habe, eine, die nur kurz bei mir vorbeigeschaut hat.

… will Weile

Die Lieferservice-Pizzeria war ganz nackig. Nix an Profi-Küchen-Equipment drinnen. Komplett orange gestrichen, nur die Stellen wo wohl mal ein Ofen oder ein Schrank stand waren andersfarbig. Von außen in schmuckem rosa. Das Erscheinungs-Bild der Immobilie hat mich etwas erschrocken. Ich bin felsenfest davon ausgegangen, dass es möbliert vermietet werden würde und ertappte mich dabei, wie ich nicht ganz wertfrei das unschmucke Etablissement betrachtete. Während ich meine Blicke schweiften ließ, zählte meine Skepsis die Kosten zusammen, die entstünden würden, um mit der GUTDING-Produktion überhaupt loslegen zu können.

Einmal nett bitte

Die Woche vor der Ladeneröffnung war sehr intensiv. Ich bin nicht mehr gewandert, habe mich stiefmütterlich um mich gekümmert und muss sagen, dass ich das in Zukunft anders machen möchte. Das Wandern ist für mich wichtig geworden, es macht mich glücklich und lässt mich schnurren. Wieso habe ich so etwas Mir-wichtig-gewordenes hinten an gestellt?